Wirtschaftliche Vernunft statt Konzern-Profit:

Aktuelles
, 14. August 2026

Die BSW-Strategie für echten Regionalstrom in Mecklenburg-Vorpommern

Unser Bundesland Mecklenburg-Vorpommern nimmt beim Ausbau der erneuerbaren Energien bundesweit eine absolute Spitzenposition ein. Über 5.300 Megawatt Solarleistung, mehr als 4.400 Megawatt Windkraft an Land und auf See sowie über 430 Megawatt Biomasse-Kapazitäten erzeugen rechnerisch ein Vielfaches des Stroms, den unsere eigene Bevölkerung und unsere heimische Wirtschaft verbrauchen.
Doch die sozioökonomische Realität vor Ort zeichnet ein bitteres Bild: Bei den Bürgern und Betrieben in Mecklenburg-Vorpommern kommt von diesem Reichtum nichts an.
Stattdessen sind die Menschen im Nordosten mit den bundesweit höchsten Netzentgelten und anhaltend hohen Energiepreisen konfrontiert.
Die Ursache hierfür liegt in einer verfehlten Infrastruktur- und Energiepolitik der etablierten Landesregierung, die den Interessen großer Energiekonzerne wehrlos gegenübersteht.
Große Konzerne und überregionale Netzbetreiber nutzen unser Land als billige Strom-Fabrik. Sie leiten den hier sauber erzeugten Strom über gigantische Höchstspannungstrassen ungenutzt in die industriellen Ballungsräume des Westens und Südens ab. Den extrem teuren Ausbau dieser Übertragungsnetze legen sie jedoch per Umlage auf die Schultern der hiesigen Netzkunden um.
Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) bricht mit dieser multiplen Abzocke. Wir fordern eine radikale politische Kehrtwende auf Basis wirtschaftlicher Vernunft: Wir holen uns die Energie und die Wertschöpfung dorthin zurück, wo sie hingehören – zu uns nach Mecklenburg-Vorpommern!

Die Netzlüge: Verbrauch vor Netzausbau

Die bisherige Politik der Landesregierung basiert auf einem fundamentalen Trugschluss.
Um den massiven Stromexport in den Westen zu bewältigen, wird der Netzausbau auf Höchstspannungsebene priorisiert. Gleichzeitig blockiert der unzureichende Ausbau der regionalen Verteilnetze die wirtschaftliche Entwicklung vor Ort. Lokale Stadtwerke werden durch restriktive Vorgaben und strategische Sperrminoritäten der großen Player künstlich bei der Belieferung und Weiterentwicklung ausgebremst.
Das BSW stellt dieser Praxis eine klare, infrastrukturpolitische Forderung entgegen:
Verbrauch vor Netzausbau! Nur ein starkes, modernisiertes regionales Mittelspannungsnetz – das die eigentliche „Bundesstraße des Stroms“ darstellt – erlaubt die effektive und kostengünstige Nutzung der Energie direkt vor Ort.
Statt Energie planlos abzuleiten, müssen wir gezielt flexible Abnehmer, handwerkliche Betriebe, den industriellen Mittelstand und grüne Wasserstoff-Speicher direkt dort ansiedeln, wo der Strom physisch entsteht. Das schafft zukunftssichere Arbeitsplätze, stärkt die regionale Wirtschaftskraft und entlastet das Gesamtnetz. Ein praktisches und bereits hochgradig erfolgreiches Paradebeispiel im Landkreis Ludwigslust-Parchim zeigt, wohin die
Reise gehen muss: Regionale Energieanbieter wie die Lewitz-Energie senken die Gewerbekosten in der Praxis schon heute massiv, weil sie Strom intelligent und lokal vermarkten.

BSW regionale Energie vor Ort nutzen - nachhaltig Landtagswahl 2026

Die BSW-Lösung: Das Regionalstrom-Modell

Um die Bürger und Kommunen effektiv vor den Preisspekulationen des internationalen Strommarktes zu schützen, unterstützt das BSW Mecklenburg-Vorpommern die flächendeckende Etablierung praxiserprobter, regionaler Strommodelle. Unser Ziel ist es, die renditegetriebenen Großkonzerne und Zwischenhändler konsequent aus der Wertschöpfungskette auszusperren.

Das Prinzip unseres Regionalstrom-Modells basiert auf einem sortenreinen, regionalen Bilanzkreis:

  • Direkt vom Erzeuger zum Verbraucher: Der vor Ort erzeugte Strom aus Wind, Solar und Biomasse wird ohne den Umweg über die Strombörse und ohne spekulative Aufschläge direkt an eine regionale Plattform weitergegeben. Der Strom fließt auf direktem und transparentem Weg aus unserer Region für unsere Region direkt in die Steckdose.
  • Volle Preiskontrolle für Kommunen: Gemeinden und Städte können sich aktiv an diesen Modellen beteiligen. Sie erhalten das uneingeschränkte Tarifrecht für die in ihrem Gemeindegebiet erzeugte Energie. Dadurch können Kommunen den Strompreis für ihre eigenen Bürger radikal günstig und unabhängig von externer Förderpolitik gestalten. Die erwirtschafteten Überschüsse versickern nicht in den Taschen anonymer Aktionäre, sondern fließen zu einhundert Prozent zurück in lokale Projekte wie Kitas, Schulen, den Brandschutz oder die Vereinsförderung. Daseinsfürsorge wird so wieder leicht und nahbar gemacht, anstatt sie in lähmender Fördermittel-Bürokratie zu ersticken.
  • Schutz und Unabhängigkeit für Stadtwerke: Lokale Stadtwerke bilden das Rückgrat unserer kommunalen Energieversorgung. Unser Regionalstrom-Modell entlastet diese gezielt, indem administrativen Aufgaben, Lieferpflichten und insbesondere das existenzbedrohende Haftungsrisiko bei Zahlungsausfällen von Großkunden auf breiten, gemeinschaftlichen Schultern verteilt werden. Nur ein so verteiltes Risiko erlaubt unseren Stadtwerken wieder sicheres, souveränes und aktives Handeln am Markt.

BSW MV - Mittelspannung versorgt regionale Unternehmen mit regionaler Energie

Politische Konsequenzen: Konsequent im Sinne der Bürger handeln

Dass solche zukunftsweisenden Modelle in Mecklenburg-Vorpommern bisher nicht flächendeckend vom Land vorangetrieben werden, ist das Ergebnis eines tiefen politischen Versagens. Das europäische Entflechtungsgesetz schreibt bereits seit dem Jahr 2007 eine strikte Trennung von Netzbetrieb und Energievertrieb vor. In unserem Bundesland wird dieser gesetzliche Vollzug politisch und wirtschaftlich bis heute nicht konsequent umgesetzt. Die Landespolitik schaut weg, schont die etablierten Strukturen der Großkonzerne und schafft mit wirkungslosen Alibi-Gesetzen (wie minimalen Sonderabgaben) lediglich neue, gut bezahlte Posten in bürokratischen Zweckverbänden für die politische Elite. Der Strom wird dadurch für die Menschen im Land um keinen einzigen Cent billiger.

Das BSW steht für wirtschaftliche Vernunft, soziale Gerechtigkeit und das Ende des politischen Filzes. Wir werden uns im neuen Landtag konsequent dafür einsetzen, die regulatorischen Blockaden der Großkonzerne zu zerschlagen und den Weg für echten, günstigen Regionalstrom frei zu machen.

Konzern-Abzocke stoppen. Regionalstrom sichern. Am Wahltag BSW wählen!

 

*Grafiken mit Hilfe von KI erstellt - Alle Recht BSW MV

Auch interessant

01 Sep.

PRESSEMITTEILUNG Ohne Frieden ist alles nichts!

Aktuelles – Das Fünf-Punkte-Sofortprogramm des BSW zum Antikriegstag für ein friedliches Mecklenburg-Vorpommern In Politik und Medien wird aktuell eine unsägliche Debatte darüber geführt, ob Ostdeutschland Gelder gekürzt werden könnten, sollten die Bürger ihr Kreuz an der „falschen“ Stelle machen. Es ist wieder einmal der herablassende Blick aus Westdeutschland auf den Osten. Diese Form der Einmischung in die…

01 Sep.

1. September – Weltfriedenstag. Nie wieder Krieg!

Aktuelles –  1. September – Weltfriedenstag. Nie wieder Krieg! Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade in einer Zeit, in der wieder Krieg in Europa herrscht und weltweit Menschen unter Gewalt und Zerstörung leiden, braucht der Frieden eine starke Stimme. Unser Landesvorsitzender und Spitzenkandidat Peter Schabbel bringt unsere Haltung auf den Punkt: „Frieden beginnt dort, wo wir aufhören, nur…

24 Aug.

Pressemitteilung Corona aufarbeiten. Vertrauen zurückgewinnen.

Aktuelles – BSW lädt zu Film und Bürgerdialog ein Waren, 18. August 2026 Die Corona-Jahre haben tiefe Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen. Politische Entscheidungen und staatliche Maßnahmen haben das Leben von Millionen Menschen massiv beeinflusst. Familien und Freundschaften wurden entzweit, Kinder und Jugendliche waren erheblichen Belastungen ausgesetzt, Selbstständige bangten um ihre Existenz und viele Menschen verloren Vertrauen…

20 Aug.

PRESSEMITTEILUNG Für das BSW in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gäbe es in Bezug auf Thüringen nur eine Lösung

Aktuelles – Beide Spitzenkandidaten, Peter Schabbel aus Mecklenburg-Vorpommern und Thomas Schulze aus Sachsen-Anhalt, verfolgen die Entwicklungen in Thüringen sehr genau und Beiden ist klar: „Ministerpräsident Mario Voigt steht politisch mit dem Rücken zur Wand. Er sollte daraus die Konsequenz ziehen und seinen Hut nehmen. Wir brauchen einen politischen Neubeginn - und der kann mit den Wahlen in Sachsen-Anhalt…

  • 01 Sep. PRESSEMITTEILUNG Ohne Frieden ist alles nichts!

    Aktuelles Das Fünf-Punkte-Sofortprogramm des BSW zum Antikriegstag für ein friedliches Mecklenburg-Vorpommern In Politik und Medien wird aktuell eine unsägliche Debatte darüber geführt, ob Ostdeutschland Gelder gekürzt werden könnten, sollten die Bürger ihr Kreuz an der „falschen“ Stelle machen. Es ist wieder einmal der herablassende Blick aus Westdeutschland auf den Osten. Diese Form der Einmischung in die…

  • 01 Sep. 1. September – Weltfriedenstag. Nie wieder Krieg!

    Aktuelles  1. September – Weltfriedenstag. Nie wieder Krieg! Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Gerade in einer Zeit, in der wieder Krieg in Europa herrscht und weltweit Menschen unter Gewalt und Zerstörung leiden, braucht der Frieden eine starke Stimme. Unser Landesvorsitzender und Spitzenkandidat Peter Schabbel bringt unsere Haltung auf den Punkt: „Frieden beginnt dort, wo wir aufhören, nur…

  • 24 Aug. Pressemitteilung Corona aufarbeiten. Vertrauen zurückgewinnen.

    Aktuelles BSW lädt zu Film und Bürgerdialog ein Waren, 18. August 2026 Die Corona-Jahre haben tiefe Spuren in unserer Gesellschaft hinterlassen. Politische Entscheidungen und staatliche Maßnahmen haben das Leben von Millionen Menschen massiv beeinflusst. Familien und Freundschaften wurden entzweit, Kinder und Jugendliche waren erheblichen Belastungen ausgesetzt, Selbstständige bangten um ihre Existenz und viele Menschen verloren Vertrauen…

  • 20 Aug. PRESSEMITTEILUNG Für das BSW in Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt gäbe es in Bezug auf Thüringen nur eine Lösung

    Aktuelles Beide Spitzenkandidaten, Peter Schabbel aus Mecklenburg-Vorpommern und Thomas Schulze aus Sachsen-Anhalt, verfolgen die Entwicklungen in Thüringen sehr genau und Beiden ist klar: „Ministerpräsident Mario Voigt steht politisch mit dem Rücken zur Wand. Er sollte daraus die Konsequenz ziehen und seinen Hut nehmen. Wir brauchen einen politischen Neubeginn - und der kann mit den Wahlen in Sachsen-Anhalt…