PRESSEMITTEILUNG 81 Jahre nach Hiroshima

Aktuelles
, 9. August 2026

BSW fordert Rückkehr zu Frieden und Diplomatie

Am 6. August 1945, um 8:15 Uhr morgens, ereignete sich eine Zivilisationsbruch. In einem blitzartigen Moment starben zehntausende Menschen sofort, bis Ende des Jahres waren es schätzungsweise 140.000, die meisten von ihnen Zivilisten. Frauen.
Kinder. Alte Menschen. Drei Tage später traf es Nagasaki. Bis heute hat sich so eine unmenschliche Tragödie dankenswerter Weise nicht wiederholt. Das ist ein Verdienst der Friedensbewegung. Die Vereinigten Staaten von Amerika sind die einzige Nation der Weltgeschichte, die Atomwaffen in einem Krieg tatsächlich eingesetzt hat. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das man sich vor Augen führen muss, wenn heute wieder über nukleare Abschreckung, über atomare Teilhabe und über Aufrüstung gesprochen wird, als sei das eine normale politische Option: auch im Koreakrieg waren die USA kurz davor, Atomwaffen einzusetzen.
Dieser Abwurf ist bis heute umstritten. Für die einen strategische Notwendigkeit zur Beendigung des Krieges im Pazifik, für andere nichts als eine Machtdemonstration an die damalige Sowjetunion. Aber eines steht jenseits der Debatte fest: Es waren überwiegend Zivilisten, die starben. Menschen, die keine Entscheidung über diesen Krieg getroffen hatten, wurden zu Verhandlungsmasse einer Großmachtpolitik gemacht, die über Leichen ging. Hiroshima war kein Betriebsunfall der Geschichte. Der Zweite Weltkrieg insgesamt war die extremste, die brutalste Ausprägung des Imperialismus. Wenn kapitalistische Staaten um Märkte, um Rohstoffe, um Einflusssphären konkurrieren, dann ist Krieg keine Entgleisung dieses Systems, er ist seine logische Fortsetzung mit anderen Mitteln. Nazi-Deutschland kämpfte um „Lebensraum“ und Ressourcen im Osten. Japan
kämpfte um ein Kolonialreich in Asien. Und die USA traten in diesen Krieg auch ein, um die eigene Vormachtstellung zu sichern, und demonstrierten am Ende mit einer einzigen Bombe auf Zivilisten, wer die neue Weltordnung bestimmen würde.
Das ist die unbequeme Wahrheit, um die sich die offizielle Erinnerungskultur bis heute drückt. Man spricht über das „Kriegsende”, aber nicht darüber, dass der Imperialismus, der diesen Krieg hervorbrachte, ihn nur beendete, um sich selbst in neuer Form, als
atomar bewaffnete Blockkonfrontation, fortzusetzen. Wer heute wieder von Aufrüstung, von nuklearer Teilhabe, von „Kriegstüchtigkeit“ spricht, sollte sich an Hiroshima erinnern. Es hätte genau so gut Rostock, Berlin, Leipzig, Hamburg, Köln oder München sein können.
„Hiroshima steht bis heute als Mahnung für die unvorstellbaren Folgen eines Atomkrieges“, erklärt Peter Schabbel, Landesvorsitzender und Spitzenkandidat des BSW in Mecklenburg-Vorpommern. Wir wollen Hiroshima und seine 140’000 Opfer, etwa die Hälfte der Stadtbevölkerung, in Erinnerung behalten, nicht als abstraktes Gedenkdatum, sondern als Beweis dafür, wohin ein System führt, das Konkurrenz und Profit über Menschenleben stellt.

Die einzige Antwort, die wir aus dieser Geschichte ziehen dürfen, lautet: nie wieder Krieg, nie wieder Atomwaffen – und ein klares Nein zu jeder Politik, die uns zurück in genau diese Logik treibt.
Mit Blick auf die Landtagswahl am 20. September betont Peter Schabbel, „dass Frieden und soziale Gerechtigkeit zusammengehörten. Wir wollen eine starke Stimme im Landtag sein – gegen Aufrüstung und Kriegstüchtigkeit, für soziale Sicherheit, Diplomatie und eine Politik der Vernunft.
Frieden ist die wichtigste Voraussetzung für Wohlstand und gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Das BSW Mecklenburg-Vorpommern ruft dazu auf, die Opfer von Hiroshima und Nagasaki nicht zu vergessen und sich gemeinsam für eine friedlichere Welt ohne Atomwaffen einzusetzen.

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