PRESSEMITTEILUNG Ausschluss vom CSD Schwerin:
,BSW bedauert Entscheidung und wirbt für Dialog
Unter dem Motto „Vielfalt braucht Demokratie“ findet am Samstag der Christopher Street Day (CSD) in Schwerin statt. Das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) Mecklenburg-Vorpommern hätte sich gerne mit einem Fahrzeug im Demonstrationszug sowie einem Informationsstand an der Veranstaltung beteiligt, um mit den Besucherinnen und Besuchern ins Gespräch zu kommen. Die Bitte der Partei wurde von den Veranstaltern jedoch
abgelehnt.
„Mir persönlich ist diese Entscheidung besonders nahegegangen. Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig Sichtbarkeit, Respekt und gleiche Rechte für alle Menschen sind. Umso mehr bedaure ich, dass wir trotz unseres Gesprächsangebots nicht willkommen sind“, erklärt Sabine Firnhaber, Spitzenkandidatin des BSW Mecklenburg-Vorpommern zur Landtagswahl und Mitglied des Bundesvorstands.
Das BSW Mecklenburg-Vorpommern respektiert ausdrücklich das ehrenamtliche Engagement der Organisatorinnen und Organisatoren des CSD. Gerade deshalb hätte sich die Partei einen offenen Austausch gewünscht. Aus Sicht des BSW lebt Demokratie vom Dialog – insbesondere dort, wo unterschiedliche politische Auffassungen aufeinandertreffen.
Im BSW engagieren sich selbstverständlich auch queere Menschen – im Jugendverband JSW ebenso wie unter den Kandidatinnen und Kandidaten zur Landtagswahl. Sie sind selbstverständlicher Teil der Partei und ihrer politischen Arbeit. Gerade sie hätten sich gefreut, auf dem CSD zu zeigen, dass Vielfalt, Respekt und gleiche Rechte für alle Menschen auch zum Selbstverständnis des BSW gehören.
Das BSW bedauert, dass in der öffentlichen Wahrnehmung häufig ein Bild der Partei entstanden ist, das aus seiner Sicht den tatsächlichen Positionen nicht gerecht wird. Das BSW Mecklenburg-Vorpommern bekennt sich in seinem Landtagswahlprogramm ausdrücklich zu einer Gesellschaft, in der alle Menschen – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Behinderung oder sexueller Orientierung – gleichberechtigt teilhaben,
Wertschätzung erfahren und ihren Platz finden können. Ebenso setzt sich die Partei für gleiche Rechte, den Schutz vor Diskriminierung und ein respektvolles Miteinander ein.
„Vielfalt bedeutet für uns nicht, dass alle dieselbe Meinung haben müssen. Vielfalt bedeutet auch, unterschiedliche demokratische Überzeugungen auszuhalten und miteinander im Gespräch zu bleiben. Gerade deshalb hätten wir uns gefreut, am CSD teilnehmen und den persönlichen Austausch suchen zu können“, so Firnhaber.
Das BSW Mecklenburg-Vorpommern wünscht allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern des CSD Schwerin einen friedlichen, erfolgreichen und fröhlichen Verlauf sowie ein starkes Zeichen für Respekt, Menschenwürde und ein diskriminierungsfreies Miteinander.
Gleichzeitig hofft die Partei, dass künftig auch unterschiedliche demokratische Stimmen die Möglichkeit erhalten, sich an Veranstaltungen zu beteiligen, die sich den Werten von Vielfalt, Toleranz und Demokratie verpflichtet fühlen.