PRESSEMITTEILUNG: Wirtschaftsweise oder ‚Reichenweise‘?
,BSW kritisiert erneute Vorschläge zu Sozialabbau und längerer Lebensarbeitszeit
Die jüngsten Vorschläge des Sachverständigenrates sind für viele Menschen ein weiterer Beleg dafür, dass die sogenannten „Wirtschaftsweisen“ seit Jahren vor allem eines empfehlen: Sozialabbau, längere Lebensarbeitszeiten und mehr Druck auf Arbeitnehmer, Familien und Rentner.
Während Millionen Menschen unter steigenden Mieten, hohen Energiepreisen und wachsender Unsicherheit leiden, wird erneut darüber diskutiert, wie Sozialleistungen begrenzt und der Sozialstaat „effizienter“ gemacht werden könne.
„Viele Bürger sprechen inzwischen längst von den ‚Reichenweisen‘ – und das nicht ohne Grund“, erklärt Sabine Firnhaber, Spitzenkandidatin des BSW. „Während normale Beschäftigte immer stärker belastet werden, wachsen große Vermögen und Milliardenbesitze weiter rasant an.“
Besonders zynisch wirkten die aktuellen Reformvorschläge angesichts neuer Berichte über den starken Anstieg der Zahl von Superreichen in Deutschland. Während sich Vermögen an der Spitze der Gesellschaft explosionsartig vermehren, sollen Arbeitnehmer und Rentner immer länger arbeiten und den Gürtel enger schnallen.
Das BSW stellt klar: Nicht Rentner, Pflegebedürftige oder Arbeitnehmer sind das Problem dieses Landes.
Das Problem ist eine Politik, die seit Jahren Reichtum nach oben umverteilt und gleichzeitig den Sozialstaat kaputt spart.
„Die sogenannten Wirtschaftsweisen reden ständig von notwendigen Reformen, meinen damit aber fast immer Kürzungen für die Mehrheit“, so Firnhaber weiter. „Über gerechte Besteuerung großer Vermögen, Spekulationsgewinne oder Krisengewinner wird dagegen kaum gesprochen.“
Das BSW fordert stattdessen:
- sichere Renten statt Rentenkürzungen,
- gute Löhne statt Lohndruck,
- bezahlbare Energie statt Konzernprofite,
- sowie eine stärkere Besteuerung großer Vermögen.
„Wir brauchen keine Politik für Finanzeliten und Lobbyisten, sondern endlich wieder Politik für die Mehrheit der Menschen, die dieses Land tagtäglich am Laufen halten“, erklärt Sabine Firnhaber abschließend.