Peter Langer hat aus persönlichen Gründen seinen Rücktritt vom Landesvorsitz erklärt

„Mir fällt dieser Schritt nicht leicht und habe darüber einige Zeit nachgedacht und mich mit meiner Familie beraten. Ich muss erkennen, dass diese verantwortungsvolle Aufgabe in einer schwierigen Zeit von mir nicht mit dem Anspruch zu erfüllen ist, den ich an mich persönlich stelle. Der zeitliche Aufwand hat an Umfang dermaßen zugenommen, dass ich neben meiner beruflichen Herausforderung als Universitätsprofessor dieses nicht mehr leisten kann“, so die Worte von Prof. Dr. Peter Langer an seine Vorstandskollegen bei einer planmäßigen Sitzung am Wochenende.

„Wir haben bisher gut zusammengearbeitet, vertrauensvoll und arbeitsteilig. Allerdings ist der Umfang immer weiter gestiegen und wird bis zur Landtagswahl auch nicht abnehmen“, so Peter Schabbel, Co-Vorsitzender des BSW in MV.

„Ich bleibe natürlich dem BSW eng verbunden und biete da, wo es gefragt ist, meine Expertise weiterhin an“, erklärte Peter Langer weiter.

Er gehörte dem BSW schon frühzeitig an, war Regionalkoordinator für Rostock und wurde in den ersten Landesvorstand gewählt. Auf dem zweiten Landesparteitag erfolgte die Wahl zum Co-Vorsitzenden gemeinsam mit Peter Schabbel.

Am Samstag fand in Malchin der 2. Landesparteitag des BSW mit 131 Mitgliedern und vielen Gästen statt.

Die Begrüßungsreden von der Bundesvorsitzenden Amira Mohamed Ali und Generalsekretär Christian Leye sorgten für stehenden Applaus und waren eine tolle emotionale und kämpferische Einstimmung sowohl für den Parteitag als auch den bevorstehenden Landtagswahlkampf.

Ebenso wiesen der stellvertretende Parteivorsitzende Amid Rabieh und Europaabgeordneter Jan-Peter Warnke mit ihren Beiträgen auf die Bedeutung des BSW für MV, den Bund und Europa hin.

Der stellvertretende Bundesvorsitzende des neu gegründeten Jugendverbandes, Erwin von Mildisch, stimmte die jungen Mitglieder auf die Gründung des Jugendverbandes in MV ein und stellte die Problemlage seiner Generation mit der aktuellen Bundespolitik heraus.

Es schlossen sich zahlreiche Wahlvorgänge an, in deren Mittelpunkt natürlich die Vorstandswahlen standen.

Mit einem klaren Ergebnis setzten sich jeweils Peter Schabbel (58) aus Ganzlin und Prof. Dr. Peter Langer (56) aus Rostock bei Stichwahlen durch und bekamen damit von den Mitgliedern einen klaren Auftrag und Vertrauensvorschuss. Neben Ariane Kroß (66) aus Stralsund ist Gerold Lehmann (54) aus Malchin neuer stellvertretenden Landesvorsitzender.

Zur neuen Geschäftsführerin wurde Silke Marschall (56) aus Rostock gewählt.

Neben Livia Meier (47) aus Strasburg und Yannick Bauer (20) aus Greifswald setzten sich in Stichwahlen Marion Bender (72) aus Wismar, Nico Fräßdorf (43) aus Schwerin und Thomas Schneider (66) aus Rostock durch.

Schatzmeister ist weiterhin Jens Kreutzer (49) aus Neubrandenburg.

Der neue Landesvorsitzende Peter Schabbel stellte zum Abschluss des Parteitages ein Arbeitspapier als Grundlage für das künftige Wahlprogramm vor. Erste Diskussionen zeigten die Leidenschaft und Bereitschaft aller Parteimitglieder für einen erfolgreichen Landtagswahlkampf.

Dafür gilt bereits das Motto aus bisherigen Aktionen:

„Frischer Wind für MV! Mit Vernunft. Für Gerechtigkeit.“

 

Zur Petition „Rettet die Ostsee“

Für Mitglieder und Interessenten wollen wir hier nochmals auf die im Dringlichkeitsantrag vorgeschlagene Petition des BI Lebensraums Vorpommern, des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), des internationalen Netzwerkes der Umweltverbände im Ostseeraum „Coalition Clean Baltic“ hinweisen, die sich an den Europäischen Petitionsausschuss mit der Aufforderung wendet, Öl- und Gasförderung in der Ostsee grundsätzlich zu untersagen.

Hier geht es zur Petition

Aus dem Antrag:

„Der Zustand der deutschen Nord- und Ostsee ist schon jetzt besorgniserregend schlecht. Ursache dafür sind die vielfältigsten menschlichen Aktivitäten, besonders die Rohstoffförderung und das Transportwesen. Nord- und Ostsee gehören zu den am intensivsten genutzten Meeresgebieten weltweit. Es ist gegen alle Vernunft, neue Quellen für Gas und Öl auszubeuten. Neue Gas- und Ölförderungen stehen den Klimaschutzzielen, CO² zu reduzieren, komplett entgegen. Die geplante Förderung von Öl- und Gasvorkommen unter dem Meeresboden ist mit hohen Risiken und unmittelbaren Wirkungen auf die sensible Meeresumwelt verbunden. […]

Solche Projekte gefährden die Ziele der Natura 2000 Schutzgebiete der EU und verstoßen gegen mehrere EU-Richtlinien, wie gegen die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie, die Vogelschutzrichtlinie, die Habitatsrichtlinie, das Helsinki-Übereinkommens und den Ostsee-Aktionsplanes (BSAP) sowie die Klimaziele. Wir können die Verantwortlichen in Brüssel und Warschau dazu zwingen, die Bohrpläne vor der polnischen Ostseeküste zu stoppen. Wenn viele Menschen sie mit Stimmen und Unterschriften überschütten, müssen sie reagieren.“

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