„Drecksarbeit“-Aussage von Kanzler Merz ist ein menschenverachtender Tiefpunkt

Stellungnahme des Landesvorstandes des Bündnisses Sahra Wagenknecht Mecklenburg-Vorpommern

Mit absoluter Irritation und tiefer Bestürzung reagiert der Landesvorstand des Bündnisses Sahra Wagenknecht auf die jüngste Äußerung von Bundeskanzler Friedrich Merz. In Bezug auf den Krieg Israels gegen den Iran sprach Merz wörtlich von „Drecksarbeit, die Israel für uns erledigt“.

Diese Wortwahl ist nicht nur zutiefst zynisch, sie ist ein moralischer Tiefpunkt für einen deutschen Kanzler. Wer einen Krieg, in dem bereits hunderte Menschen – darunter zahlreiche Zivilisten – ums Leben gekommen sind, als „Drecksarbeit“ bezeichnet, spricht diesen Menschen das Recht auf Leben und Würde faktisch ab. Es geht hier nicht um irgendeinen schmutzigen Job – es geht um Krieg, um Tod, um das Leiden realer Menschen.

Dass ein amtierender Bundeskanzler diesen Krieg als eine Form von Auftragsarbeit im Interesse Deutschlands beschreibt, wirft ernsthafte Fragen nach seinem Werteverständnis auf. Was sagt das über die Einstellung eines Kanzlers aus, der sich öffentlich auf christliche Werte beruft? Wie vereinbart Friedrich Merz solche Aussagen mit seinem Gewissen?

Wir unterstützen ausdrücklich die Strafanzeige, die unter anderem von Didi Hallervorden und Michael von der Schulenburg (Mitglied des Europaparlaments für das BSW) gegen den Bundeskanzler gestellt wurde.

Es braucht jetzt eine klare Entschuldigung – und ein Bekenntnis dazu, dass deutsches Regierungshandeln niemals die Entmenschlichung von Kriegsopfern legitimieren darf.

Landesvorstand
Bündnis Sahra Wagenknecht Mecklenburg-Vorpommern

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